The Tragedy of theWilhelm GustloffTESTIMONIALFrom Inge Bendrich (Australia) |

Beethoven's 6th
WAV format
Please close Midi before opening WAV selections
Last night, my partner Ian Fieggen, whilst surfing on the Internet, came across even more information on the sinking of the Wilhelm Gustloff. Earlier this year, we discovered that there were books written during the eighties and a film made by a Polish Film Producer. We were never able to procure the film as the information had been removed, but we sent away for the book "The Damned Don't Drown" by A.V. Sellwood.
When the book arrived I decided that I wanted to refresh my memory of the events (as told to me by my mother) by first reading the German version - "Der Untergang der Wilhelm Gustloff" - The Sinking of the Wilhelm Gustloff - by Heinz Schoen. This book has been in my family as long as I remember. Unfortunately there is no date of publication given, but as a paragraph in the book referred to "almost 8 years since the catastrophe", it would have been written in at least 1953, and most likely before 1954 when we migrated to Australia.
So whilst I read Heinz Schoen's book, Ian read "The Damned Don't Drown", and could not believe his eyes when he read several references to my mother, Hilda Bendrich:
Inge and her mother - Shortly before evacuation
Transcript of Hilda Bendrich's original German account:
Meine liebe Inge!
Da Du nur 2 Jahre alt warst, als wir den Untergang der "Wilhelm Gustloff" erlebten, kannst Du keinerlei Erinnerungen daran haben. Das Buch von Heinz Schoen beschreibt die Ereignisse wahrheitsgetreu, so weit er sie erlebt oder sie ihm von anderen Ueberlebenden berichtet wurden. Da jedes Schicksal individuell erlebt wird und Du eines Tages vielleicht daran interessiert sein wirst, wie ich und damit auch Du dazu kamen, mit der W.G. von Gotenhafen zu fluechten und wie es kam, dass wir zu den bestenfalls 15 % Ueberlebenden gehoerten, will ich, solange mein Erinnerungsvermoegen noch einwandfrei ist, eine kurze Skizze dieser verhaengnisvollen Tage fuer Dich machen.
Es war die letzte Woche im Januar 1945 und der kaelteste Winter seit 2 Jahrzehnten. Die Ostfront naeherte sich Gotenhafen unaufhaltsam und Frauen, Kindern und Greisen wurde die Genehmigung erteilt, den Wohnort zu verlassen. Unter den Deutschen - alteingesessenen Volksdeutschen wie wir, Reichsdeutschen, die zum Arbeitseinsatz nach Gotenhafen versetzt waren, Baltendeutschen, die auf Einladung des "Fuehrers" heim ins Reich kamen (verschiedene davon auch reich heimkamen, da sie fuer ihr zurueckgelassenes Vermoegen ohne Ueberpruefung der Angaben entschaedigt worden waren), sowie Fluecht lingen aus bereits frueher an die Russen verlorenen Gebieten - erwachte ueber Nacht die Erkenntnis, dass jeder sich retten muss, wie er oder sie kann. Was bis zu dem Zeitpunkt leicht die Todesstrafe eingebracht haette, war ploetzlich gestattet: Wir durften ueber die sich wie eine alles verschlingende Welle naehernde Ostfront offen reden, sogar Wehrmachtsangehoerige.
Seit 2 oder 3 Monaten wohnten meine Eltern als Fluechtlinge von Zentralpolen bei mir. Mit ihrer Hilfe packte ich Kleidung, Betten, Geschirr, Buecher und sogar Teppiche und transportierte alles mittels eines Bergschlitten zur Bahnstation zwecks Weiterversand nach Ochtersum. Von allen diesen Gepaeckstuecken ist, wie Du wohl weisst, nach ca. 10 Monaten lediglich ein Waeschekorb mit Wollresten und einem Morgenrock in Hamburg aufgetaucht.
Es war etwa der 27. Januar, als fruehmorgens ein mir befreundeter Marine-Oberleutnant an meiner Tuer klingelte, um sich zu erkundigen, ob und wie ich zu fluechten beabsichtige. Das "Ob" stand fuer mich fest, denn wir hatten zur Genuege von Racheakten der Polen an den zurueckgebliebenen Deutschen erfahren. Das "Wie" schwebte mir irgendwie mit der Bahn vor. Nun musste ich erfahren, dass die Eisenbahnstrecke in Pommern aufhoerte und Fluechtlingszuege zu Fuss durch den Schnee stapften. Ein Angebot meiner Freunde Sika, mit ihnen nach dem Sudetengau (Boehmen) zu fluechten, hatte ich abgelehnt und sie hatten mittlerweile bereits Gotenhafen verlassen. Wie ich Jahre spaeter erfuhr, mussten Sikas, kaum in Boehmen angekommen" wieder weiterziehen. Mitten in diese Ueberlegungen hinein kam also mein Besucher.
Er hatte das Geruecht vernommen, dass das in Gotenhafen verankerte KdF (Kraft durch Freude)-Schiff "Wilhelm Gustloff" zum Transport von verwundeten Wehrmachtsangehoerigen eingesetzt werden sollte und wahrscheinlich ebenfalls Fluechtlinge aufnehmen wuerde. Mein Bekannter (seinen Namen weiss ich nicht mehr) war befreundet mit dem Zahlmeister der W.G. und er wollte versuchen, fuer uns Fahrkarten zu erhalten. Sicherheitshalber ging ich gleich mit zum Hafen. Zu dem Zeitpunkt stand es zwar fest, dass die W.G. zu dem genannten Zweck eingesetzt werden sollte, der Zeitpunkt den Auslaufens aber war noch niemandem bekannt. Der Zahlmeister war sofort bereit, mir 2 Karten fuer Dich und mich auszuhaendigen.
![]()
Tchaikovsky's 6th symphony
WAV formatAls ich aber um 4 weitere bat, 2 davon fuer meine Eltern und 2 weitere fuer meine alten Nachbarinnen (Reichsdeutsche, die aus Gott weiss welchem Grunde nach Gotenhafen gekommen waren, dort niemanden kannten und eine von ihnen war fast blind) da weigerte der Zahlmeister sich zuerst mit den Worten "Das koenne er nicht tun, 2 Produktive gegen 4 Unproduktive ginge gegen die Richtlinien. Ich ueberzeugte ihn dann doch, dass ich die alten Leute nicht in Stich lassen koenne und dann eben auch zurueckbleiben muesse. Auf diese Art habe ich praktisch die Herausgabe von 6 Fahrkarten erzwungen und bin so schuldig geworden am Schicksal meiner Eltern und dieser beiden alten Damen.
Danach gingen wir emsig an die Arbeit, das Letzte von unserem beweglichen Hab und Gut zu verpacken. Der 1.80 m lange Schlitten war mit Koffern, Kartons und Paketen bis zu einer Hoehe von etwa 1.70 m beladen. Ich weiss es so genau, weil mein Vater 1.72 m gross war. Er zog den Schlitten und ich schob, somit hatte ich dies Bild den vielleicht 2 Km weiten Weg zum Hafen vor Augen, ein Weg, der umso laenger dauerte, da wir immer wieder im tiefen Schnee stecken blieben. Du, Inge, warst die Einzige von uns, die an der Fahrt Spass hatte, denn Du sasst in einer Luecke zwischen dem Gepaeck auf dem Schlitten wie in einem Sessel, bequem und geschuetzt vom rauhen Wind.
Wir waren gluecklich, als wir das Letzte unserer Habe der Belegschaft der W.G. uebergeben konnten und unsere Plaetze uns zugewiesen waren: Meine Eltern und die beiden alten Damen im Theatersaal, wo Matratzen auf dem Fussboden lagen, Du und ich in einer Kabine mit mehreren Kojen, die aber nach und nach mit mehr Muettern und Kindern als urspruenglich vorgesehen, belegt wurde. Am zweiten Abend hatten wir Fliegeralarm und viele von uns, darunter ich mit Dir, verliessen das Schiff, um in einem Luftschutzbunker in der Naehe Schutz zu suchen.
Eigenartigerweise kann ich mich auf keine meiner Schicksalsgenossen im einzelnen entsinnen, mit Ausnahme einer Frau, schaetzungsweise 50 Jahre alt, Ostpreussin, die bereits den Trek von Koenigsberg hinter sich hatte. Sie kam erst am 30 Januar aufs Schiff. Ich wurde auf sie aufmerksam, weil sie so ungemein ruhelos war, als ob sie eine Ahnung des spaeteren Unheils gehabt haette. Kurz ehe der Befehl zum Auslaufen der W.G. gegeben wurde, verliess sie das Schiff. Ob sie nochmals zurueckgekommen war, weiss ich nicht. Ich habe sie jedenfalls nicht mehr gesehen.
Wir waren nun den dritten Tag auf dem Schiff, als wir endlich am 30.Januar aus dem Hafen liefen und fuehlten uns bereits in Sicherheit. Es dauerte nicht lange, ehe die ersten Seekranken ueber den Waschbecken hingen. Ein Versuch, rechtzeitig zu den Toiletten zu gelangen, waere fruchtlos gewesen, denn mittlerweile waren die Gaenge und Treppen mit Menschen - meistens Frauen mit Kindern - dicht gepflastert. Natuerlich war ich auch seekrank, denn der Wellengang verkoppelt mit dem Gestank in der Kabine konnte einen staerkeren Magen als den meinen umdrehen. Ich kann mich noch darauf entsinnen, dass ich Dich zum Abendessen mit einem Milchgriessbrei gefuettert hatte und ein wenig selbst davon ass, um den Magen auf andere Gedanken zu bringen. Wir waren zugefordert worden, uns nicht zu entkleiden. Nun, Pelzmantel und Stiefel zieht man ja doch aus. Du warst auch halb entkleidet. Wir waren alle derart erschoepft, dass es schnell ruhig und dunkel in der Kabine wurde.
Wir koennen nicht mehr als eine halbe Stunde geschlafen haben, als ich wie von einer Riesenhand aus der Koje geschleudert wurde. Du schliefst an der Wand und ich hatte wohl den ersten Stoss abgefangen. Jedenfalls bliebst Du ruhig liegen. Der zweite und dritte Einschlag folgte bald darauf. Inzwischen hatte ich Dich bereits auf dem Arm und steuerte der Tuer zu, um das Licht anzuschalten. Nichts passierte. Bald danach ergluehte auf dem Gang ein schwaches rotes Licht, das notdurftig den Weg zeigte.
Und dieser Weg vor mir war ein Berg von Menschen, liegend, sitzend, so pflasterten sie die Treppe vom C-Deck zum B-Deck (so habe ich die Numerierung der Decke in Erinnerung). Warum machten diese Menschen ueberhaupt keinen Anlauf, von unten nach oben zu steigen, wenn sie doch sehen konnten, dass die Kabinen-Insassen die Treppe hochsteigen wollten? Und es auch taten, ungeachtet der reglos Dasitzenden. Wer ruecksichtsvoll davor zurueck schreckte, ueber Menschen hinwegzuklettern oder die Kraft dazu verlor, geriet selbst unter die trampelnden Fuesse.
Die Panik hatte begonnen. Dabei wussten wir Fliehenden noch nicht, wovor wir flohen. Keiner von uns hatte bislang die Einwirkung eines Torpedo Volltreffers erlebt. Wir waren doch alle Frauen und Kinder, keine erfahrenen Seeleute. Erst viel spaeter konnten wir verstehen, warum die auf den Treppen Sitzenden nichts unternehmen konnten, um sich vor der anstuermenden Menschenwelle in Sicherheit zu bringen. Ich will nur hoffen, dass sie nichts mehr spueren konnten.
Diese eine Treppe vom C-Deck zum B-Deck, die aus 2 Teilen bestand, zwischen den beiden Stufengruppen eine kleine quadratische Platform, bin ich in den darauffolgenden Jahren noch ungezaehlte Male im Geiste erklommen, Dich auf dem Arm, ankaempfend gegen die Welle hinter mir und die Frauen vor mir, die z.T. genau wie ich, keine Kraft mehr hatten, weiterzukaempfen. Wer aufgab, war ein weiteres Hindernis fuer die Nachfolgenden. Fast haette ich bei der zweiten Haelfte aufgegeben, da schob mich eine Frau von hinten mit den Worten "Um Gottes Willen, nicht hinfallen".
Dann war ploetzlich ein breiterer Gang vor mir, aber ich konnte nicht mehr weiter. Ich wollte nur einen Moment ausruhen. Da lag auf dem Fussboden vor mir ein klein wenig Schnee, zusammengeballt; wohl von jemandem mit den Schuhen von einem der Promenadendecks hereingeschleppt. Kein Gedanke an Hygiene stoerte mich, als ich dies Kruemchen Schnee in den Mund nahm. Jetzt konnte ich wieder weiter. Ich brauchte jetzt auch nicht mehr um jeden Zentimeter zu kaempfen. Keine Menschenleiber versperrten mehr den Weg. Die Einschlaggase der Torpedos hatten hier keine Ernte mehr gehalten, das war tiefer unten passiert.
Mein Bestreben war es nun, meine Eltern zu finden, aber die Matratzen, auf denen sie gelegen hatten, waren leer. Der Saal war bis auf einige wenige alte Leute verlassen und von denen sagte mir jemand, dass die Anderen laengst den Saal verlassen hatten. Das brachte mir erst zum Bewusstsein, dass geraume Zeit seit Beginn der Katastrophe vergangen sein muss. Ich suchte noch eine Weile planlos nach meinen Eltern, ein Unternehmen, das bei der spaerlichen Notbeleuchtung von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Jetzt hatte die W.G. bereits eine Schlagseite von schaetzungsweise 30 Grad. In der Suche nach meinen Eltern bin ich instinktiv immer bergauf gegangen. So kam es, dass ich mit Dir auf dem Arm auf eine spiegelglatte Eisflaeche heraustrat, die sich als das Bootsdeck herausstellte.
Ich stand gegen die Schiffswand gedrueckt, aber ein Instinkt befahl mir, zu versuchen, mich an die Reling hinaufzuarbeiten, denn dort sah ich im Mondschein Maenner an einem Boot arbeiten. Nun versuche mal einer, einen Eisberg zu erklimmen, wenn dieser auch nicht den geringsten Fusshalt bietet, erschwert noch dadurch, dass die Arme ja ein kleines Menschenbuendel festhalten mussten. So war ich halt immer wieder am Aus gangspunkt, an der Wand.
Etwa einen Meter entfernt von mir stand ein Marineoffizier. Er unternahm keinen Versuch, zur Reling zu kommen. Er schien auf Geraeusche zu horchen, die wie Peitschenknallen klangen. Spaeter erfuhr ich, dass manche Offiziere ihre Familien und sich erschossen hatten. Irgend etwas schien meinen Nachbar dann doch aus der Lethargie zu reissen und er rief einem Soldaten am Boot zu, mir zu helfen. Der Soldat hielt sich an der Bruestung fest, um mir die Hand zu reichen, waehrend der Offizier mich hochschob, so weit er reichen konnte. Geschoben und gezogen kamen wir an die Reling und wurden ins Rettungsboot gehoben. Waehrenddem unser Boot freigemacht wurde, wurde ein anderes bereits herabgelassen, kippte dabei jedoch um und verlor die ganze Menschenfracht.
Inge, Du hast waehrend der ganzen Zeit seit Verlassen der Kabine und auf dem Boot bis Du nach vielleicht 20 Minuten - oder viel laenger, denn ich habe keine Zeitvorstellung - von einem Matrosen des Torpedozerstoerers 36 die Strickleiter hochgetragen wurdest - keinen Laut von Dir gegeben. Auf dem TZ 36 wurdest Du getrennt von mir untergebracht und ich habe Dich erst den naechsten Morgen wieder gesehen. Ich wurde versichert, dass ein Arzt Dich untersucht haette und Du in Ordnung waerst. Ich selbst muss unter Schock einwirkung gewesen sein, denn ich hatte vom ersten Augenblick an kein Angstgefuehl, nur einen Instinkt, nicht aufzugeben.
Wir waren nun also auf der TZ 36 und es würde an Schiffbruechigen aufgesammelt, was er reichbar war. Da ging ploetzlich das Geruecht herum, dass auch unser Schiff von Torpedo booten bedroht war. In der Tat wurde der Bergungsplatz ganz ploetzlich verlassen, so ploetzlich, dass, wie es sich herumsprach, einer der eigenen Bergungsmaenner zurueck gelassen werden musste.
Diese Nacht habe ich auf einem Stuhl sitzend verbracht. Um mich herum waren Frauen, Frauen, jede mit ihrem eigenen Schicksal beschaeftigt. Wie im Nebel hoerte ich in einem anderen Raum eine Frau wie wahnsinnig schreien. Jemand gab uns die Erklaerung dafuer: Diese Frau hatte ihre 3 Kinder auf der W.G. zurueckgelassen.
Irgendwann sind wir dann am naechsten Tage, dem 31.Januar 1945, in Sassnitz a. Ruegen angelangt. Hier ist in meiner Erinnerung eine Luecke, die aufzufuellen, ich nicht in der Lage bin. Als ich meine Kabine auf der W.G. verliess, kann ich unmoeglich meine Stiefel angezogen haben, sonst haette ich sie ja auch spaeterhin und in Ochtersum noch besessen. Und ich weiss genau, dass ich nach der Flucht keine Stiefel besass, bis ich mir mit Hilfe von Tauschgegenstaenden von einem mit meinen Schwiegereltern befreundeten Schuhmacher ein Paar braune Stiefel anfertigen liess.
Somit bin ich unbeschuht (Du uebrigens auch) auf die TZ 36 gekommen. Von dort sind wir nach Landung zusammen mit den anderen Schiffbruechigen auf einem im Schnee festgestampften Pfade zu einem Lager gegangen. Einen Teil dieser Strecke kann ich noch jetzt deutlich sehen, kann aber nicht beurteilen, ob es viel mehr als etwa 1 Km gewesen ist. Ich kann doch unmoeglich in Struempfen durch den Schnee gestapft sein. Habe ich vielleicht vor Verlassen der TZ 36 von irgend jemandem Schuhe bekommen?
Von dem Lager habe ich in Erinnerung, dass dort 2-stoeckige Kojen in langen Reihen standen. 2 dieser Kojen waren von 2 Marinehelferinnen belegt, die aus dem Wasser geborgen waren. Beide waren vollkommen nackt unter den Decken. Die Uniformen hatten ihnen vom Leibe geschnitten werden muessen. Das eine Maedchen fieberte stark, mit der anderen konnte ich mich unterhalten.
In Sassnitz erhielten wir vom Roten Kreuz die notwendigsten Kleidungestuecke, um die Reise an unser jeweiliges Ziel fortsetzen zu koennen. Mein Ziel war vorerst Ploen in Holstein, wo ich mit Dir einen vollen Monat bei Fernande Pape wohnte. Nanni hatte laengere Zeit bei mir in Gotenhafen gewohnt und wir hatten uns damals angefreundet. Selbstverstaendlich erzaehlte Nanni ihren Freunden und Bekannten in Ploen vom Untergang der W.G. und von mir. Einige Tage nach unserer Ankunft klingelte es an der Tuer und davor standen 2 Hitlerjungen. Sie drohten uns mit boesen Folgen, falls wir nicht sofort unser Geschwaetz ueber den Untergang der W.G. einstellten. Wie die Sachen damals noch standen, haben wir natuerlich Vorsicht walten lassen.
Als einzigen Beleg dafuer, dass alles dies kein boeser Traum war, besitze ich die anlie gende Bescheinigung des Ortsgruppenleiters in Sassnitz.
(handschriftlich)"Deine Dich liebende Mutti"
(handschriftlich)"9.6.1981"
![]()
Milda's Shipwreck Document
Transcript of Milda's Original Shipwreck Document:
(handschriftlich) "Mit Kind 2 Jahre"B e s c h e i n i g u n g .
Es wird bescheinigt, dass Herr/Frau/Frl. (handschriftlich) "Bendrich, Hilda" aus (handschriftlich) "Gotenhafen" am 31.1.1945 mit T 36 in Sassnitz angekommen ist. Herr/Frau/Frl. (handschriftlich) "Bendrich" hat mit der "Gustloff" Schiffbrucherliten und alles gepack, Ausweise und Lebensmi telkarten verloren.
Sassnitz, den 1.Februar 1945.
Ortsgruppenamtsleiter.
(Stempel des Volkswohlfahrtsamts und Unterschrieft)
![]()
Index Testimonials ![]()
Index Gustloff
Background Graphics by Jelane
This site was created as a resource for educational and entertainment use. All rights of publicity of the individuals named herein are expressly reserved, and, should be respected.